Inhaltsverzeichnis

  1. Aktivierung
  2. Updates
  3. Reparaturmöglichkeiten
  4. Systemwiederherstellung
  5. Windows-Backup
  6. Wiederherstellungskonsole
  7. Systemdateischutz
  8. Dateiverschlüsselung
  9. Servicepacks

Aktivierung

Nach der Installation muss WindowsXP noch aktiviert werden, da sonst das Betriebssystem nach 30 Tagen seine Tätigkeit einstellt, d.h. sich nicht mehr starten lässt. Die Erinnerung an die Produktaktivierung erfolgt automatisch (Sie kann aber mit diversen Tools - z.B. 'Antispy' - auch abgeschaltet werden, allerdings ist dies nicht empfehlenswert), sie kann telefonisch oder per Internet durchgeführt werden (eine Aktivierung über das Internet bei häufigem Wechsel der Hardware ist bis zu 4x innerhalb eines gewissen Zeitraumes möglich. Nach Ablauf dieses Zeitraumes wird der Zähler wieder rückgesetzt.
Ausnahme: Wird XP zusammen mit einem neuen PC gekauft, ist das Programm oftmals bereits "voraktiviert", manchmal muss es auch bei Deinstallation und erneuter Installation auf dem gleichen Rechner nicht aktiviert werden, es sei denn, es wurden bestimmte Hardwarekomponenten getauscht.
Der Staus der Aktivierung kann durch Eingabe von [Start/Ausführen: C:\Windows\System32\oobe\msoobe.exe abgefragt werden - bei einem bereits aktivierten XP tut sich gar nichts.
Hinweis: Ist eine Aktivierung über das Internet nicht möglich, muss die telefonische Aktivierung gewählt werden).
Eine Neuaktivierung wird notwendig, wenn...
-bei einem Standard-PC
 -der PC neu installiert wird
 -die Netzwerkkarte gleich bleibt oder sich sechs oder mehr Komponenten ändern
 -die Netzwerkkarte getauscht wurde oder nicht vorhanden ist und vier Komponenten oder mehr getauscht wurden

-bei einem Notebook/Laptop
 -die Netzwerkkarte gleich bleibt und neun oder mehr Komponenten geändert wurden
 -die Netzwerkkarte getauscht wurde oder nicht vorhanden ist und sieben oder mehr Komponenten getauscht wurden.
(Eine Installation zusätzlicher Geräte nach erfolgter Aktivierung wird nicht gewertet).

(Bei Aufforderung zur neuerlichen Aktivierung werden drei Tage Zeit eingeräumt)

Details zur Produktaktivierung findest Du auf http://www.microsoft.com/germany/piraterie/faqaktivierung.mspx

Updates

über die Funktion "Automatische Updates" wird XP standardmässig auf dem neuesten Stand gehalten. Sobald ein Hotfix, ein Patch oder ein Update verfügbar ist, wird der Benutzer verständigt, sodass er diese installieren kann (die installierten Updates werden in 'Systemsteuerung/Software angezeigt, und zwar in der Form 'Qxxxxxx' - wobei 'xxxxxx' für eine sechsstellige Zahl steht. über "Systemsteuerung/System" - Registerkarte "Automatische Updates" kann diese Funktion aus- oder eingeschaltet bzw. entsprechend konfiguriert werden (ab Servicepack 1 ist diese Funktion aber deaktiviert, d.h. sie muss erst eingeschaltet werden, nach der Installation von Servicepack 2 ist sie standardmässig wieder aktiviert).

Updates können aber auch manuell heruntergeladen und z.B. für eine spätere Installation auf CD/DVD gebrannt werden:
Anleitung zum Download von wichtigen Updates von der Windowsupdateseite:

Tip: Von http://v4.windowsupdate.microsoft.com/de/default.asp?corporate=true können die Updates auch dauerhaft heruntergeladen und auf dem PC gespeichert werden (siehe Anleitung).


Reparaturmöglichkeiten

Hier findest Du mehrere Möglichkeiten, wie man ein defektes XP "wiederbeleben" kann.


Systemwiederherstellung

Mittels dieser Funktion werden sogenannte Systemprüfpunkte erstellt, d.h. es werden sogenannte "Schnappschüsse" der Systemkonfiguration gemacht (Eine genaue Beschreibung der Systemwiederherstellung von XP findest Du HIER.

Wertname
Wertart
Wert
DiscPercent REG_DWORD Wert in % des freien Festplattenspeichers, der für die Systemwiederherstellung verwendet wird (Standard: 12%)
RPGlobalInterval REG_DWORD Intervall, in dem automatische Wiederherstellungspunkte angelegt werden (Wert in Sek., Standard=86400=24 Std.)
RPLiveInterval REG_DWORD Lebensdauer eines Wiederherstellungspunktes in Sek. (Standard=7776000=90 Tage)
ThawInterval REG_DWORD Leerlaufzeit in Sekunden (Standard: 900=15min), die der PC im Leerlauf sein muß, daß: ein Wiederherstellungspunkt erstellt wird.

Arten der Systemprüfpunkte:

Einstellungen: Sind zu finden in [HKLM\Software\Microsoft\Windows NT\SystemRestore]

Selbsterstellte Dokumente (sowie alle Datendateien) mit bekannten Dateikürzeln sowie der Ordner "Eigene Dateien" bleiben unangetastet.

Systemwiederherstellung aktivieren: Für mind. 200 MB freien Festplattenspeicher sorgen (sonst ist eine Aktivierung gar nicht erst möglich), anschliessend kann die Systemwiederherstellung über 'Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Systemwiederherstellung aktiviert werden.
"Platz schaffen"
-Nach (zumindest kurzzeitiger) Abschaltung der Systemwiederherstellung werden alle Wiederherstellungspunkte bis auf den letzten (aktuellsten) gelöscht.
-Auch in der Datenträgerbereinigung findet sich die Möglichkeit, alle Wiederherstellungspunkte bis auf den letzten zu löschen: Start/Programme/Zubehör/Systemprogramme/Datenträgerbereinigung - Erweitert/Systemwiederherstellung.

Tip: Hier findest Du eine Anleitung, wie man die Systemwiederherstellung aus DOS starten kann: http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q304/4/49.asp


XP-Backup

..kann u.a. auch zur Sicherung des Systemstatus (Registry, div. Systemdateien) auf einer Notfalldiskette (nicht Start/Bootdiskette!) oder in einem bestimmten Verzeichnis auf der Festplatte (standardmässig in 'C:\Windows\System32\Config') sowie zur Freigabe von Speicherplatz (da Backup-Dateien komprimiert werden) verwendet werden. Normalerweise wird ein externes Speichermedium (z.B. Jazz- oder ZipDrive, Streamer) benötigt. Die Sicherung kann durch einen Assistenten bzw. ein selbsterstelltes Skript automatisiert/definiert werden.
(Eine Anleitung zum Windows-Backup findest Du in der Hilfe von XP)

p Achtung: XP-Backup ist nicht zum Backup von Win98 kompatibel! Weiters kann ein Backup, dass mit XP-SP_2 erstellt wurde, nicht mit XP-SP_1 zurückgespielt werden!


Wiederherstellungskonsole

Die Wiederherstellungskonsole (auch Recoveryconsole, R-oder W-Konsole) ist eine Art Textbasierte Oberfläche, die es ermöglicht, verschiedene Reparaturarbeiten an einem nicht mehr startenden Windows vorzunehmen. Sie kann entweder durch Booten von der CD oder durch Aufruf von der Festplatte erfolgen. Die Befehle, welche Du hier eingeben kannst, findest Du auf http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;DE;307654#5. Weiterer Hinweis: Wenn Du Servicepack 2 installiert hast, funktioniert die Konsole nur, wenn Du sie von einer CD, die ebenfalls SP_2 enthält, startest - Hast Du keine solche CD, musst Du Dir eine sogenannte "Slipstream-CD" erstellen (Anleitungen dazu findest Du auf vielen Seiten im Netz).

Aufruf der W-Konsole:
Von der XP-CD booten und die "W-Konsole" aufrufen (Achtung: Einige - meist mit einem neuen PC mitgelieferte - Recovery-CDs bieten diese Auswahlmöglichkeit nicht an). An der Konsole escheint die Frage, an welcher Windows-Installation Du Dich anmelden möchtest - wähle diese aus (mit den Cursor-Tasten) und bestätige mit [Enter].

Installation der W-Konsole auf die Festplatte:
XP-CD einlegen, in 'Start/Ausführen' eingeben: [Buchstabe des CD-ROM-Laufwerkes]:\i386\winnt32.exe /cmdcons
(Mit Klick auf "Ja" wird die Wiederherstellungskonsole auf die Festplatte installiert und steht ab sofort im Startmenü zur Verfügung).
Tip: In Systemsteuerung/Verwaltung/Lokale Sicherheitsrichtlinien/Lokale Richtlinien/Sicherheitsoptionen können versch. Einstellungen bezügl. der W-Konsole vorgenommen werden (z.B. die Möglichkeit einer automatischen Anmeldung, Zugriff auf alle Laufwerke - der Zugriff ist nämlich sonst nur auf das Boot/Systemlaufwerk möglich)


Systemdateischutz (System file protection - SFP)

überwacht die wichtigsten Systemdateien und speichert sie in einem gesonderten Verzeichnis (%systemroot%\System32\dllcache), um sie im Bedarfsfall wieder (fast immer automatisch) wiederherzustellen.
Grösse des Sicherungsverzeichnisses ändern: Start/Ausführen: sfc /cachesize=xxx (xxx gibt den Wert in MB an, der diesem Verzeichnis zugewiesen werden soll. Da dies aber nur der Wert ist, der max. erreicht werden darf, müssen versch. nicht benötigte Dateien aus diesem Verzeichnis manuell gelöscht werden, um diese Grösse zu erreichen.
Geschützte (überwachte) Dateien nach ihren Erweiterungen:

Systemdateien lassen sich auch manuell mithilfe des Programmes SFC (=System File Checker) überprüfen/wiederherstellen. Dazu wird über 'Start/Ausführen' SFC aufgerufen - folgende Parameter sind möglich:

Schalter/Parameter

Beschreibung

 /scannow Unmittelbare Überprüfung sämtlicher geschützter Systemdateien (während der Prüfung wird eine Fortschrittsanzeige eingeblendet, diese Überprüfung kann jederzeit abgebrochen werden - die XP-CD sollte jedoch immer bereitgehalten werden)
 /scanonce Geschützte Systemdateien lediglich einmalig überprüfen (Der Registryschlüssel [HKLM\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Winlogon\SFCScan wird auf den Wert "2" gesetzt)
 /scanboot Geschütze Dateien werden immer beim Systemstart überprüft (Obiger Schlüssel wird auf "1" gesetzt)
 /purgecache Sicherungsverzeichnis wird gereinigt und eine unmittelbare Systemdateiüberprüfung durchgeführt
 /revert Falls die Funktionalität von SFP geändert wurde, wird sie auf Standardeinstellungen zurückgesetzt

Problem: Eine von SFP überwachte Datei soll ausgetauscht werden, wird aber nach einem Neustart immer wieder gegen das Original ausgetauscht.
Lösung: Die Datei muss nicht nur an ihrem Originalplatz getauscht werden, sondern auch im Verzeichnis 'dllcache' (Hierzu ist aber als erstes die Datei in 'dllcache' auszutauschen - solche Änderungen sollten aber nur durchgeführt werden, wenn dies absolut unumgänglich und ohne Gefährdung der Systemstabilität möglich ist!).


Dateiverschlüsselung

Unter XP ist es (wie unter Windows 2000) möglich, Dateien zu verschlüsseln (einzige Voraussetzung ist das Dateisystem NTFS). Für die richtige Anwendung der Verschlüsselung, was zu beachten ist usw. lies diese FAQ.
(Da diese Art der Verschlüsselung als sehr sicher gilt und auch der Administrator (im Gegensatz zu Win2000) keinen Backup-Schlüssel besitzt, ist es sehr wichtig, den Schlüssel z.B. auf Diskette zu sichern, um ihn bei Bedarf wieder importieren zu können (Sonst ist kein Zugriff auf die verschlüsselten Daten mehr möglich!).


Servicepacks

Servicepack 1: Dieser (erschienen im Jahr 2002) besitzt eine Grösse von ca. 130 MB und behebt eine Vielzahl bis dahin gefundener Bugs in XP. Er kann in den verschiedenen Sprachversionen - abhängig von der Sprachversion des Betriebssystems - heruntergeladen und installiert werden (Es ist aber auch möglich, ihn bei Microsoft als CD anzufordern).
Sowohl für die Home- als auch für die Professional-Version wird der gleiche SP verwendet.

Servicepack 2: SP_2 ist seit September 2004 in der deutschen Version über Windowsupdate zu beziehen, wo es je nach Patch/Updatestand des Rechners ca. 80-100 MB gross sein wird. Eine ca. 265 MB (genau 277.929.984 Byte) grosse Installationsdatei zur Installation im Netzwerk ist HIER zu finden (vorhandene Sprachen: deutsch, englisch, der etwas sperrige Name der heruntergeladenen deutschsprachigen Datei ist "WindowsXP-KB835935-SP2-DEU.exe", für Interessierte: Die MD5-Summe des SP 2 ist 96759ce6ed2ee105986a7ffa3390fe5a). Das SP_2 ist kulmulativ, d.h. es enthält alle Updates/Patches, die auch in SP_1 enthalten sind.
(Zur allgemeinen Information: Das "grosse" Servicepack kann natürlich auch auf einem Einzelplatz-PC verwendet werden, es enthält nur alle erdenklichen Dateien und Sprachpakete, die notwendig werden können.)

Info: Im SP_1 umfasste die Liste der Keys, die als illegal bekannt waren und bei denen das SP die Installation verweigerte, 2 (!) Product-Keys, beim SP_2 ist diese Liste um etliches länger.

(Genauere Informationen zum SP_2 kannst Du hier lesen).
Folgende Neuerungen werden installiert:

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